Schotterpiste im Landesinnern nach
Corleone
Griechischer Tempel
Segesta
Castellamare del Golfo, Küstenstädtchen 50km westlich von Palermo
Blick vom Monte Pellegrino auf
Palermo
2. Klasse Schiffskabine auf MT
DOMIZIANA der staatlichen Gesellschaft TIRRENIA
Übersichtskarte
Sardinien
Sonntag 13. April Cagliari- Costa del Sud- Portixeddu
194km, 2030hm
Pünktlich um 9.30 Uhr legte die Fähre in Cagliari an.
Anschliessend fuhren wir ca. 10km auf autobahnähnlicher Strasse Richtung Südküste.
Die Südküste selbst war nach etwa 50km Fahrt dann traumhaft schön. Aber schon
kurz später, vor Giba, gab es links der Strasse ein riesiges Militärsperrgebiet. Vor Portoscuso war dann auch noch die
üble Erdölindustrie.
Der weitere Küstenabschnitt nach Portixeddu war dann wieder prächtig und etwas
felsiger als die Costa del Sud. Es gab noch ein paar alte Bergwerksüberreste zu
sehen die jedoch das Landschaftsbild nicht sehr beeinträchtigten.
Ich, bei einem Kurzen Abstecher zum
Bithia Turm an der Costa del Sud
Küstenstrasse an der Costa del
Sud
Gestellte Szene mit mir für Foto,
Spanischer Turm in Portoscuso
Felsenküste zwischen Portoscuso
und Portixeddu
Montag 14. April Portixeddu- Bosa- Alghero 216km,
2780hm
Diese Etappe war widerum geprägt von sehr schönen Küstenstrassen.
Getrübt wurde das ganze von einem halbstündigen sehr heftigen
Gewitter und von einem Radweg der im nichts endete. In Alghero einer ehemaligen
spanischen Exklave haben wir dann im Historischen Zentrum bei einem
Privaten Zimmervermieter, wahrscheinlich nicht ganz legal aber immerhin sehr günstig
übernachtet.
Küstenstrasse im Hintergrund die
spanische Stadt Alghero
Dienstag 15. April Alghero- S.Theresa Gallura- Golfo
Aranci 217km, 2500hm
Am Morgen herrschte schon in Alghero starker Westwind. Wir
waren jedoch nicht unglücklich darüber, sorgte er doch für ein schnelles Vorwärtskommen in Richtung S.Theresia wo wir dann um 15.10 Uhr die
Fähre nach
Korsika nehmen wollten. Am Hafen angekommen mussten wir entsetzt feststellen dass
für unbestimmte Zeit, zumindest Heute alle Fähren nach Korsika wegen des
Windes ausfielen. Also suchten wir das nächste Internetcafe auf, um sich
ein Überblick über das Wetter zu machen. Anstatt im Ungewissen zu warten,
entschlossen wir uns dann noch auf Sardinen zu bleiben und die Fahrt Richtung
Ostküste fortzusetzen.
Mittwoch 16. April Golfo Aranci- Budduso- Cala Gonone
178km, 2925hm
Zuerst fuhren wir weiter der Küste entlang nach Olbia.
Dort machten wir dann einen Bogen ins Landesinnere nach Budduso und Bitti. Die
Strassen waren ebenfalls sehr verkehrsarm und die Landschaft nur sehr dünn
besiedelt. Kurz vor dem Tagesziel in Cala Gonone gab es noch ein prächtiges 300m
Pässli auf einer Betonplattenstrasse zu bewältigen.
Ein Alimentari (Lebensmittelladen) in
Budduso, Hier gab es fast alles, vom Panini über Gemüse bis zum Wegwerfvelo für
€98.50
Typische Sardische Kleinstadt (Orune,
im Hintergrund das Monti del Gennargentu Gebirge)
Das 300m Pässli vor Cala
Gonone
Donnerstag 17. April Cala Gonone- Lula- Olbia
180km, 2800hm
Der Wetterbericht hatte für den heutigen Tag bewölkt mit
eventuell etwas Regen. Doch es wurde zunehmend sonnig. Der Höhepunkt war die Höhenstrasse zwischen Lula und Siniscola. Als wir dann Siniscola erreicht haben
bildeten sich dicke Wolken so dass ein kräftiges Gewitter erwartet werden
musste. Also fuhren wir vollgas noch die restlichen 50km nach Olbia. Etwa 15 km
vor Olbia waren dann auffällig viele Polizeiautos, und andere Ordnungshüter
anzutreffen. Am Himmel kreisten einige Helikopter. Doch unsere Sorge galt dem
Wetter. Und kurz später begann es dann zu giessen wie aus Kübeln. Im Vollregen
wurden wir dann noch von einem Autocorso überholt der aus unzähligen Carabinieri
Autos und einem schweren Geländewagen in der Mitte bestand. Als wir dann im
Hafen von Olbia waren sah man ein Kriegschiff, und dass
die Fährpassagiere, wie auf einem Flughafen kontrolliert wurden. Uns war
das ganze Tam Tam zu doof, sodass wir die LKW Einfahrt zum Fährterminal nahmen,
wo keine Personenkontrolle stattfand. Am Terminal dann der nächste Schreck, die
alte MT DOMIZIANA Fähre (Albanienbarke) anstatt der modernen Schnellfähre stand
für Genua bereit. Aber immerhin hatten wir diesmal eine 1. Klasse Kabine
bekommen. Kurz
vor Genua sahen wir dann noch den Grund für die Sicherheitsvorkehrungen im
Fernseher der Schiffsbar: Putin und Berlusconi Hatten in Olbia ein Treffen. Gut 3
Std zuspät kamen wir dann in Genua an. Das Wetter war nicht wirklich sehr
gut so dass wir dann nach einem kurzen Stadtrundgang mit dem nächsten Zug heim fuhren.
Insgesammt haben wir in diesen 8 Tagen 1511km und 22'345hm
in 66 stunden zurückgelegt.
Strasse von Lula nach
Siniscola
Auf der Fähre in Olbia in Hintergrund
das Kriegschiff von Berlusconi oder Putin