Transpyrenäen MTB  5.Etappe    Mittwoch 16. September 2009

 

Erill la Vall- Portarro d’Espot (Nationalpark)- Llavorsi- Port de Cabus- La Massana Andorra- Coll d’Ordino- El Tarter 128km, 3995hm

Klemens Bont

Kaum war das Frühstückbuffet bereit, wurden die Speicher wieder Aufgefüllt. Danach machte ich mich sofort auf Richtung Nationalpark. Etwa um 8.30Uhr Passierte ich den ersten Check Point. Probleme gab es da nicht, denn das Radfahren war ja erst weiter oben verboten. Also fuhr ich auf der Betonplattenstrasse weiter Richtung Kernzone.

 

Übersichtskarte 5. Etappe

 

Erster Check Point zu Beginn des Nationalparks. Für Autos war hier Schluss.

 

Estany de Liebreta, Bergsee auf etwa 1600m ü M

 

Nach gut 600 geleisteten Höhenmetern hatte ich dann die Kernzone erreicht. Dort gab es nochmals einen Check Point, doch der war zum Glück noch verwaist. Obwohl es verboten war setzte ich meine Fahrt auf dem angenehmen Natursträsschen fort. Nach einer Weile kamen mir dann Parkwächter in einem Geländewagen entgegen. Glücklicherweise interessierten sie sich nicht für mich. Bei der Hütte Refugi d’Estany Llong verschlechterte sich dann der Wegzustand. Bis zur Passhöhe auf 2428m musste ich etwa 20 min, oder anderst gesagt etwa 20% der Strecke schieben. Auf dem Pass kamen mir dann die ersten Wanderer entgegen.

 

Eintritt in die Kernzone des Spanischen Nationalparks (Parc Nacional d’ Aigüestortes i Estanya de Sant Maurici)

 

Fahrstrasse zum Refugi d’ Estany Llong

 

Ausblick auf den Estany Llong See

 

Karrweg zum Portarro d’ Espot, die meistenTeilstücke waren in gutem Zustand und fahrbar.

 

Portarro d’Espot auf 2428m, der Höchste Punkt auf dieser Tour bis jetzt.

 

Um 11.15 Uhr hatte ich dann die Passhöhe erreicht. Die Abfahrt war komplett fahrbar. Der mittlere Teil war zum Teil ein bisschen anspruchsvoll. Nach etwa 30min habe ich dann das Refugi Ernest Mallafre erreicht, von wo aus das Biken wieder erlaubt war. Ich hatte glücklicherweise den Nationalpark ohne Konflikte überstanden. Im Touristendorf Espot suchte ich noch einen Alimentari auf und setzte meine Fahrt auf der Strasse Talabwärts fort.

 

Bein Refugi Ernest Mallafre, ab hier war das Biken vermutlich wieder erlaubt.

 

Escald, Hübsches Dörfchen zwischen Espot und Llavorsi

 

In Lavorsi auf etwa 800 m ü M begann dann der etwa 1600hm zählende Aufstieg zum Port de Cabus, welcher die Grenze zu Andorra bildet. Die ersten 200hm bis Alins legte ich auf einer fast flachen Strasse mit gelegentlichen Autoverkehr zurück. Nachher begann dann wieder die Wildnis. Ausser einem Englischen Motorradfahrt war lange Zeit gar niemand auf der Piste. Nach der einsamen Siedlung Tor wurde dann aus der Betonplattenstrasse eine Karrwegpiste auf der sich ein Paar Geländewagenfahrer tummelten.

 

Aufstieg von Alins nach Tor auf Frisch hergerichteter Betonplattenstarsse.

 

Tor, einsame hübsche Siedlung auf etwa 1650 m ü M. Hier gab es so etwas wie eine eifache Gartenwirtschaft, sonst war nichts los.

 

Kappelle in Tor

 

Auf dem weiteren Aufstieg Richtung Andorra gab es noch ein Autowrack neben der Strasse. Eigentlich das erste und praktisch das einzige das ich während der Tour gesehen hatte.

 

Durchschnittlicher zustand der Strasse, zum Biken Optimal. Für Autos nicht ganz so gut.

 

Um 16.30 Uhr habe ich dann den Port de Cabus erreicht. Somit befand ich mich nun in der Zollfreioase Andorra. Nun Standen 1200hm Abfahrt bevor. Unterwegs gab es noch Wegweiser die zu Bikeparks führten. Da ich jedoch noch einige Kilometer und Höhenmeter machen sollte verzichtet ich auf deren Besichtigung.

 

Port de Cabus auf 2328m ü M

 

Beim Coll de la Botella

 

Schlid das zum Bikepark La Caubella zeigt

 

Ordino eines der wenigen noch halbwegs intakten Dörfern in Andorra

 

Je näher ich Richtung La Vella, dem Hauptort Andorras kam, desto mehr nahm der Verkehr zu. Ebenfalls gab es in den Dörfern Shops die sich auf den Verkauf von Alkohol und Raucherwaren spezialisiert hatten. Da ich den Hauptort von Andorra schon diesen Frühling von seiner schlechten Seite kennen gelernt hatte, verzichtet ich dieses mal nochmals ins Zentrum zu fahren. Dafür meisterte ich noch den Colle d’Ordino auf 1983m ü M. In Canillo, dem ersten Dorf nach dem Pass, schaute ich mich kurz nach Hotels um. Ich fand jedoch nichts ansprechendes. Also fuhr ich noch der Nationalstrasse entlang aufwärts. In El Tarter hätte es dann ein 3 Sterne Hotel für 45€ HP gegeben, doch mein Velo durfte da nicht ins Zimmer. So suchte ich weiter und fand ein Nobles 4 Sterne Hotel welches für 71€ mit HP ausgeschrieben war. Da ich jedoch weder Schwimmbad, Sauna noch Fitnessraum nötig hatte, kriegte ich das sehr schöne zimmer für sensationelle 50€. Das Velo durfte auch ins Zimmer. Zum Abendessen am freien Buffet und zum Frühstück gab es alles erdenkliche. Ob ein Abendbüffet für mich gesund ist, ist zweite Frage. Auf jeden Fall war ich nach dem Essen so voll das ich kaum mehr laufen konnte.

 

Strasse zum Coll d’ Ordino, welche als Rennvelotrainingsstrecke ausgeschildert ist.

 

Mein Zimmer im 4 Sterne Hotel in El Tarter

 

 

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