Transpyrenäen MTB
6.Etappe Donnerstag
17. September 2009
El Tarter- Port d’Envalira- Puigcerdà- Puig de
Dorria P.2546.8- Queralbs- Ribes de Freser- Collada Verda- Llanars 129km,
3480hm
Klemens Bont
Heute morgen nach der Stärkung am
reichhaltigen Frühstückbüffet machte ich mich auf der Transithaupstrasse zum 2407m
Hohen Port d’ Envalira auf. Dies ist übrigens der höchste Strassenübergang in
den Pyrenäen. Schon letzen Frühling als ich ihn mit dem Rennvelo überquert
hatte sind uns 3Tankstellen auf der Passhöhe aufgefallen. Nun sind auf dem Pass
noch 2 zusätzliche Tankstellen entstanden. Vermutlich möchte dort oben jede
Erdölfirma unnötige Präsenz markieren.
Übersichtskarte 6. Etappe

4****Hotel Nordic in El Tarter (Andorra)

Ein Zigaretten und Alkoholshop am Fusse des Port d’ Envalira wie es Sie in Andorra zu hauf gibt

Passhöhe des Port d’ Envalira, Im Hintergrund 2 der 5 Tankstellen

Pas de la Casa, auf der Ostseite des Passes. In dieser Retortensiedlung auf knapp 2200m ist man auf den Verkauf von Suchtmitteln an Franzosen spezialisiert.

Gleich nach der Siedlung begann Frankreich. Obwohl man sich hier mitten in der EU befand gab es einen Zollposten. Dort wollten die Beamten wissen was in meiem Rucksack war. Als ich den Rücksack abziehen wollte waren Sie schon nicht mehr interessiert. Ehrlich gesagt empfand ich das als Schwere Beleidigung. Nach dieser verzögerung von etwa 30Sekunden ging es weiter auf französischem Territorium zum Col de Puymorens.
Kurz nach dem Col de Puymorens

Da es nicht möglich
war in Andorra eine anständige Karte zu Kaufen, wählte ich grösstenteils die
Hauptstrasse um nach Puigcerda zu kommen. Nach Puigcerda ging es wieder nach Frankreich
und dann auf einer Forstpiste nahe der grenze zum Coll de Pradelles. Nacher
folgte so eine art Millitärpiste zum Puig de Dórria. Da ich langsam aber sicher
in sehr dichten Nebel geriet verzichtete ich darauf auf den 2910 m hohen
Puigmal d’ Err zu fahren. Denn die Pistenqualität nahm stark ab und die Abfahrt
hätte gemäss Karte durch wegloses Gebiet geführt.
Puigcerda, Spanische Kleinstadt nahe der
Grenze

Piste zum Coll de Pradelles

Cim de Coma 2205 m auf der Grenze zu Spanien hier begann wider Piste, Blick richtung Puigmal d’ Err

Tolle Trail Abfahrt auf der Spanischen Seite vom Puig de Dórria zum Collet de les Barraques

Ausblick vom Collet des Barraques Richtung Queralbs

So gegen 17.00 Uhr bin ich dann in Queralbs angekommen. Ich überlegte mir ob ich noch den berühmten etwa 800hm höher gelegenen Wallfahrtsort Nuria aufsuchen sollte. Doch weil das Wetter nicht wirklich der Hammer und der Wanderweg nicht sicher fahrbar verzichtete ich darauf. Stattdessen fuhr ich ein Stück talwärts nach Ribes de Freser und dann hinauf nach Pardines. Nach der ausführlichen Dorfrundfahrt wollte ich den Gasthof aufsuchen. Doch anscheinend war dieser nicht mehr für Übernachtungen eingerichtet. Da die Beizerin nur Spanisch sprach konnte ich nur erahnen das Sie mir keine Übernachtung anbieten wollte. Normalerweise konnte ich mich mit meinen Französischkenntnissen gut verständigen. Nun war also nichts mit Feierabend vor der Dunkelheit. Nun musste noch 500hm auf eienem Karrweg bis zum nächsten Pass und anschliessend eine Längere Abfahrt bewältigen bis wieder ein Dorf kam. Es blieb noch gut eine Stunde Zeit bis zum Einbruch der Nacht. Die Zeit drängte. Der Karrweg war von Ziemlich guter Qualität so dass ich es in der Abfahrt nur so Krachen liess, bis mich plötzlich ein grosser Schrammen im Hinterradreifen stoppte. Mit einer Notdürftigen Einlage konnte ich mir Helfen und erreichte somit erst im Dunkeln das nächste Dorf, wo es Hotels gab.
Pardines, wo ich eigentlich übernachten wollte

Collada Verda auf 1600m etwa 20 min vor Einbruch der Dunkelheit

Collada Verda

Llanes im Zimmer des 2**Hotels für 49€ HP, die 4****Logis wäre mehr als doppelt so Teuer gewesen.

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